Rechtsanwältin Ute Hennig - Fachanwältin für Familienrecht
Mandanteninfo 
7. Verjährung / Verwirkung von Unterhalt, Forderung von rückständigem Unterhalt


Der laufende Unterhalt verjährt, auch wenn er tituliert ist, es also eine gerichtliche Entscheidung oder eine gerichtliche / notarielle Vereinbarung oder eine Jugendamtsurkunde gibt, innerhalb von drei Jahren, jeweils beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Unterhaltsanspruch fällig geworden ist. Die Verjährung von Ansprüchen zwischen Ehegatten ist gehemmt, so lange die Ehe besteht, zwischen Lebenspartnern, so lange die Lebenspartnerschaft besteht, zwischen dem Kind und seinen Eltern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres des Kindes. In der Zeit der Hemmung tritt Verjährung nicht ein. Viel wichtiger ist aber noch zu beachten, dass Unterhaltsansprüche nach der Rechtsprechung in der Regel bereits nach einem Jahr verwirkt sind. Wenn also ein Unterhaltsberechtigter ein Jahr lang einfach nichts unternimmt, obwohl der Unterhaltsverpflichtete keinen Unterhalt oder nicht den vollen Unterhalt zahlt, muss mit Verwirkung gerechnet werden.

Rückständiger Unterhalt kann, soweit er nicht gerichtlich oder in einer Vereinbarung festgelegt ist, immer erst ab dem sogenannten Verzug geltend gemacht werden. Dieser tritt ein, entweder ab dem Monat, in dem man seinen Unterhalt geltend gemacht hat oder ab dem Monat, in dem man Auskunft über die Einkünfte und eventuell das Vermögen des Unterhaltsverpflichteten verlangt hat, um seinen Unterhaltsanspruch berechnen zu können.

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